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Düsseldorf | Beijing
Astrid Oldekop

China Business
Kalender

27.06. Aschaffenburg: Die Chinakrise im Praxistest
28.06. Frankfurt: Qualitätssicherung und Recht beim Einkauf in China

Newsletter 02.2017

China News
Inside mdb
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Sehr geehrte Damen und Herren,

immer wenn ein neues Tierkreiszeichen heraufzieht, ist für Chinesen klar: Jetzt werden die Karten neu gemischt. Am Ende des Affen-Jahres stellte US-Präsident Trump plötzlich vermeintliche China-Gewissheiten in Frage, während sich Chinas Staatspräsident Xi in Davos als Verteidiger der Weltwirtschaft positionierte. Chinas Staatsrat versprach ausländischen Firmen besseren Marktzugang, doch diese reagierten skeptisch. Das Jahr des eleganten Feuer-Hahns bringt Umbrüche, Umdenken und neue Chancen. 
Wir nutzen diese und erhöhen die Newsletter-Erscheinungsfrequenz auf acht pro Jahr. Für Deutschlands China-Kalender haben wir einen neuen Service entwickelt: Ab Februar können Sie Termine direkt in den eigenen Kalender herunterladen. 
Zum Jahr des Hahns wünsche ich Ihnen Gesundheit, Glück und Erfolg!

Ihre Astrid Oldekop



AO

Astrid Oldekop
Chefredakteurin
Medienbüro Düsseldorf | Beijing
cbf@mdb-consult.com

China News

NRW knackt Tausender-Marke

NRW.Invest

Über 1.000 chinesische Unternehmen haben in Nordrhein-Westfalen ihren Sitz. Damit ist das Bundesland Europas Investitionsstandort Nummer eins für Unternehmen aus der Volksrepublik China. Allein im vergangenen Jahr kamen 94 neue Investitionsprojekte mit 640 neuen Arbeitsplätzen hinzu. Der Großteil der Projekte wählte die Region Düsseldorf. Über zwei Drittel der neuen Projekte sind im Handel und Vertrieb von Produkten aus den Bereichen Maschinenbau, Industrieanlagen, Haushaltsgeräte, IKT, Automotive, Gesundheitswirtschaft und Metallerzeugung tätig. 15 Prozent der Firmen bieten unternehmensbezogene Dienstleistungen an. Knapp 50 Unternehmen produzieren, forschen oder entwickeln in NRW. Zählt man die Unternehmen aus Hongkong und Taiwan dazu, kommt man auf 1.100 Unternehmen. Aus Hongkong kamen 2016 vier Investitionsprojekte.

Quelle: NRW.Invest, Grafik: mdb

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China News

Anforderungen für Arbeitsvisa gelockert

Visum

Gute Nachrichten für Absolventen, die es gleich nach dem Studium nach China zieht: Künftig ist die zweijährige Berufserfahrung für die Ausstellung eines Arbeitsvisums nicht mehr nötig, schreibt das Karriereportal Sinojobs. Im Januar hat Chinas Arbeitsministerium die Anforderungen gesenkt. Der Masterabschluss einer chinesischen Universität oder einer renommierten ausländischen Hochschule wird weiterhin verlangt. „China arbeitet zielstrebig die Agenda für ‚Made in China 2025‘ ab, welche das Land in vielen Bereichen als Marktführer sieht. Aktuell fehlen dazu immer wieder die richtigen Talente, die man nun im Ausland zu gewinnen versucht“, kommentiert Sinojobs-Gründer Dirk Mussenbrock. „Dies wird auch gelingen, denn junge Talente aus allen Teilen der Welt sehen in Chinas Metropolen interessante Karrierechancen.“

Quelle: Sinojobs, Foto: Thinkstock

3

ausländische Fußballspieler dürfen in Chinas Super League
pro Team spielen. Bisher waren es vier.

Quelle: Chinas Fußballverband

China News

Erste Grüße aus Chinas neuer Traumfabrik

Qingdao

China will weltweit mehr Einfluss nehmen und seine Sicht auf die Welt vermitteln. Ein Steinchen im Mosaik dieser Softpower-Strategie nimmt das Kino ein. 2016 wurde bekannt, dass Chinas reichster Mann, der Chef des Wanda-Konzerns, Wang Jianlin das US-Filmstudio Legendary Entertainment gekauft hat und in der ostchinesischen Hafenstadt Qingdao die „Filmhauptstadt des Ostens“ (Foto) aufbaut. Nun kommt der erste, teils in Qingdao gedrehte Film auf den internationalen Markt. „The Great Wall“ läutet eine neue Ära in der Zusammenarbeit zwischen China und Hollywood ein, schreibt dpa und sieht in der 140-Millionen-Dollar-Produktion mit Matt Damon den ersten Versuch chinesischer und amerikanischer Filmemacher, einen chinesischen Blockbuster international zu einem Erfolg zu machen. Regie führte Chinas Starregisseur Zhang Yimou. Ab 2018 sollen in Qingdao Filmfestspiele stattfinden. Auch Hollywood sucht seit Jahren Zugang zum chinesischen Markt. Doch dieser ist begrenzt: Nur 34 neue ausländische Filme, die zuvor die Zensur passieren müssen, dürfen pro Jahr in Chinas Kinos gezeigt werden.

Quelle: Stern, Foto: Wanda Studios

China News

Schweiz und China feiern das Reisen

Schweiz

2017 begehen die Schweiz und China ein gemeinsames Tourismusjahr. Bei seinem Besuch in Bern ermunterte Präsident Xi Jinping die chinesische Bevölkerung zu einer Reise in die Schweiz. Mit ihren herrlichen Landschaften sei die Schweiz der Garten Europas und ein Beispiel dafür, wie Bevölkerungsgruppen mit verschiedenen Sprachen harmonisch zusammen leben könnten, schwärmte Xi. Die Initiative wird den Tourismus in beiden Ländern stärken, meint Schweiz Tourismus. Bereits zum Frühlingsfest soll die Anzahl chinesischer Touristen in der Alpenrepublik um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen, schätzt Chinas größtes Online-Reisebüro Ctrip. 2015 übernachteten chinesische Gäste insgesamt 1,5 Millionen Mal in der Schweiz und gaben eine halbe Milliarde Franken aus. 
Bis 2022 wird die Zahl der Übernachtungen auf zwei Millionen steigen, prognostiziert Oxford Economics. Der chinesische Markt zählt für den Schweizer Tourismus zu den vier wichtigsten Auslandsmärkten.

Quellen: Werbewoche, People's Daily online, Foto: Martin Abegglen

China News

Shenzhen sucht Talente mit Innovationen

An der „1st China (Shenzhen) Innovation & Entrepreneurship International Competition“ können Einzelpersonen, Forschungsgruppen, Unternehmen und Startups teilnehmen und Preisgelder von insgesamt 1,24 Millionen Euro gewinnen. Bei Interesse an einer Unternehmensgründung in Shenzhen besteht zusätzlich die Möglichkeit, Fördergelder zu erhalten. Voraussetzung ist ein innovatives Konzept für die Bereiche (mobiles) Internet, E-Science & Technology, Biotech, Advanced Manufacturing, Material & Energie. Die Europa-Auswahl findet in München, der finale Wettbewerb in Shenzhen statt. Der Preis ist von der Stadt Shenzhen mit Unterstützung des chinesischen Wissenschaftsministeriums ausgelobt. In Deutschland ist die DCW Kooperationspartner. Bewerbungsfrist: 28. Februar. 

Quelle: DCW, CIEIC

China News

Ausgezeichnete Freundschaft

NRW.Invest Award

Seit 15 Jahren arbeitet sie am Ausbau der deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen. Dafür wurde NRW.Invest-Geschäftsführerin Petra Wassner nun mit dem National Friendship Award der Volksrepublik China ausgezeichnet. Der Preis gilt als die höchste Auszeichnung für ausländische Experten, die zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Chinas beitragen. Wassner ist eine von 50 Experten aus 18 Ländern, denen Vize-Ministerpräsident Ma Kai am Regierungssitz in Zhongnanhai die Urkunde und eine Medaille überreichte. Ein Fachgremium der chinesischen Regierung wählt jährlich die Experten in einem umfangreichen Auswahlverfahren aus. Petra Wassner erhielt den Award für die Ansiedlung von Investoren sowie den Aufbau einer Infrastruktur für chinesische Unternehmen am Standort NRW. Als Geschäftsführerin der landeseigenen Wirtschaftsförderung baute sie fünf Repräsentanzen in China auf, die chinesische Firmen bei Investitionsprojekten in Nordrhein-Westfalen beraten.

Quelle und Foto: NRW.Invest

China News

EU-Innovationszentrum in Beijing

Die Europäische Kommission investiert drei Millionen Euro in ein Forschungs- und Innovationszentrum in China. Dieses soll ab 2019 die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit zwischen der EU und China vertiefen. Der Hauptsitz ist in Beijing. Ziel ist es, den Austausch von Forschern zu fördern und Unternehmen aus EU-Ländern bei Forschungsvorhaben und der Suche nach chinesischen Partnern zu unterstützen. 

Quelle: Xinhuanet

„Die USA schaffen Raum. Für China ist das eine Riesenchance. Peking will die Globalisierung nun im eigenen Sinne führend mitgestalten.“

Merics-Direktor Sebastian Heilmann
Quelle: SZ

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Unterwegs in das Jahr des Hahns

Fruehlingskarte

Am 28. Januar beginnt das Jahr des Hahns und das Medienbüro Düsseldorf | Beijing wünscht alles Gute! Eine Woche lang ist es nur schwer möglich, chinesische Geschäftspartner zu erreichen. In China hält das geschäftige Leben inne, nur der öffentliche Verkehr ist überlastet: Denn viele Menschen nutzen die Feiertage für einen Besuch in den Heimatprovinzen. 343 Millionen Menschen werden an diesen Tagen in China und sechs Millionen chinesische Touristen im Ausland unterwegs sein, schätzt das staatliche Tourismusamt. Die Feiertage enden am Donnerstag, 2. Februar. Der darauffolgende Samstag ist dafür offizieller Arbeitstag. Die Zeit des Feierns endet jedoch erst am 11. Februar mit dem Laternenfest. Sinojobs bietet eine praktische Übersicht über Chinas Feiertage und die Wochenenden, an denen zum Ausgleich gearbeitet wird, zum Herunterladen.

Sinojobs Feiertage-Kalender

Foto: mdb/Yi Shu

Inside mdb

Frühlingsfest mit Pecha Kucha und der Ruan

Gala

Zur Feier seines zehnjährigen Jubiläums und des chinesischen Frühlingsfestes hat das Konfuzius-Institut Düsseldorf ein ungewöhnliches Format gewählt: Pecha Kucha-Vorträge und ein Konzert auf der chinesischen Langhalslaute Ruan. Astrid Oldekop führte die 450 deutschen und chinesischen Gäste durch ein abwechslungsreiches Programm im Henkel-Saal in der Düsseldorfer Altstadt. Motto des ersten Teils war 和, die Harmonie. Gemeint war der gelungene Kulturaustausch zwischen Deutschen und Chinesen. Vier Pecha Kucha-Vorträge wurden umrahmt von Tanz, Gedichten, Musik und einer Teezeremonie. Den zweiten Teil, der unter dem Zeichen 道 - Dao - stand, gestaltete der eigens aus Beijing angereiste Ruan-Virtuose Feng Mantian mit einer Improvisation „Über den Ton hinaus". Feng Mantian verbindet wie kein anderer chinesischer Musiker Tradition und Moderne. 

Foto: mdb

Inside mdb

China-Termine zum Herunterladen

Kalender

Konferenzen, Seminare, Vorträge, Messen und Feiertage: Alle wichtigen Termine für Entscheider mit China-Geschäft zeigt Deutschlands China-Kalender vom Medienbüro Düsseldorf | Beijing. Ab Februar bietet der China-Kalender einen neuen Service: Mit nur einem Klick können die Termine in den eigenen Kalender exportiert werden.

Deutschlands China-Kalender

 

164 Milliarden

Euro investiert China in schnelles Internet.

Quelle: NDRC, Spiegel Online

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Christoph Rehage - Bilder wie tausend Worte

Rehage

4.646 Kilometer zu Fuß durch China, von Peking bis Urumqi. Als Christoph Rehage vor zehn Jahren diese ungewöhnliche Reise antrat, vermutete niemand, dass sein Video „The longest way“ über seinen Fußmarsch zum Internet-Hit werden würde. 2016 machte er mit zwölf Chinesen eine Busreise durch Europa und schrieb darüber das Buch „Neuschweinstein“. In China hat der abenteuerlustige Deutsche ebenfalls ein Publikum. Seine Chinesisch-sprachigen Beiträge beim Mikroblogging-Dienst Weibo hatten 800.000 Followern, bis sein Account 2015 wegen eines Witzes, der als Beleidigung aufgefasst wurde, gesperrt wurde. Heute ist Rehage als Fotograf, Blogger und Autor unterwegs. Aktuell tourt er mit seinem Programm „Gesprochene Worte“ durch Deutschland und die Schweiz.

Termine & Tickets

Christoph Rehage: Neuschweinstein. Malik Verlag.

Foto: Rehage

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Investitionen: Abschwächung nach Superjahr

Die chinesischen Auslandsinvestitionen haben 2016 erneut Rekorde gebrochen: Sie stiegen auf rund 188 Milliarden Euro an. Die EU gehört weiter zu den beliebtesten Zielen. Das geht aus dem Update der Studie von Merics und Rhodium Group hervor. Die Autoren rechnen allerdings damit, dass sich die Investitionsflüsse aus China in diesem Jahr abschwächen. Zum einen bemühe sich Chinas Regierung, Kapitalabflüsse zu begrenzen. Zum anderen könnte Europa aus Sorge vor dem Ausverkauf von Schlüsseltechnologien regulatorische Maßnahmen ergreifen, die Investitionen ausbremsen. Deutsche Unternehmen blieben jedoch weiter attraktiv, da China hochspezialisiertes Knowhow benötige, um selber zum Hochtechnologie-Standort zu werden. Im vergangenen Jahr investierten chinesische Unternehmen der Studie zufolge über 35 Milliarden Euro in EU-Ländern, ein Anstieg von 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Deutschland war mit elf Milliarden Euro und 58 übernommenen Firmen Spitzenreiter. Nahezu jede dritte chinesische Investitionen in Europa wurde hierzulande getätigt.

Mikko Huotari, Thilo Hanemann: Chinese Investment in Europe in 2016: record flows and growing imbalances. Merics/Rhodium Group.

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Make-up für China

Makeup

Einen Überblick über Chinas Kosmetikmarkt, Markteintritts-Strategien sowie Informationen für den Export von Kosmetik aus China bietet eine Studie des EU SME Centre. Chinas Teens testen verschiedene Brands aus, 20-jährige Chinesinnen wählen häufig Produktsets einer einzigen Marke, während die 30- bis 40-Jährigen zwar weniger Kosmetik, aber dafür hochwertigere Produkte kaufen, meldet die Studie. Zurzeit erfreuen sich heimische und koreanische Produkte in China höchster Beliebtheit. Seit 2015 müssen Unternehmen neue Inhaltsstoffe deklarieren, Tierversuche sind für importierte Waren Pflicht. Die Aussichten sind nach Meinung der Autoren rosig: Chinas Durst nach Premium-Marken bleibt ungestillt, E-Commerce-Plattformen erleichtern den Markteintritt, die Nachfrage nach Männer-Kosmetik und Babyprodukten steigt und die Einfuhrkosten sind gesunken. Die Studie hilft dabei herauszufinden, ob die eigene Kosmetikmarke in China erfolgreich sein könnte und eine wirksame Strategie für den Markt zu entwickeln.

EU SME Centre: The Cosmetics Market in China: Market Overview, Entry Strategy and Exporting Requirements.

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Ehrgeiziger Masterplan trägt erste Früchte

Chinas Hightech-Revolution ist im vollen Gange: Mit dem Masterplan „Made in China 2025“ und Milliarden-Investitionen geht Beijing industriepolitisch in die Offensive. Spätestens 2049 will China zu den führenden Industriemächten gehören. Eine Merics-Analyse zeigt, dass die ehrgeizige Strategie erste Früchte trägt – und Industriestaaten wie Deutschland und die USA dringend eine Antwort darauf formulieren müssen.

Wübbecke, Meissner, Zenglein, Ives, Conrad: Made in China 2025. The making of a high-tech superpower and consequences for industrial countries. Merics.

 

 

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