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Düsseldorf | Beijing
Astrid Oldekop

China Business
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27.06. Aschaffenburg: Die Chinakrise im Praxistest
28.06. Frankfurt: Qualitätssicherung und Recht beim Einkauf in China

Newsletter 03.2017

China News
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Sehr geehrte Damen und Herren,

China ist zum wichtigsten Handelspartner Deutschlands aufgestiegen. Den Status des sichersten Landes für chinesische Investitionen hat die CASS gerade erneut an Deutschland verliehen. Und bei der drohenden Quote für Elektroautos, die deutschen Autobauern Sorgenfalten auf die Stirn treibt, zeigt sich China kompromissbereit.

Schönwetterlage zwischen Berlin und Beijing? Nicht ganz, denn die jüngste Warnung von Chinas oberstem Richter vor irreführenden westlichen Einflüssen wie einer unabhängigen Justiz sorgt hierzulande ebenso für Stirnrunzeln wie das Ergebnis der Analyse von „China 2025“ durch die Europäische Handelskammer: Mit dieser Strategie gebe China politischen Zielen klaren Vorrang. Die Europäer appellieren daher an Beijing, den Kräften des Marktes wieder mehr Raum zu geben.


Ihre Astrid Oldekop



AO

Astrid Oldekop
Chefredakteurin
China Business Forum
cbf@mdb-consult.com

China News

Opel-Übernahme: China heimlicher Gewinner

Opel

Bei der Übernahme von Opel durch PSA Peugeot Citroën ist Chinas Autobauer Dongfeng Motor der heimliche Gewinner: Der Staatskonzern hält 14 Prozent der PSA-Anteile, genauso viele wie jeweils der französische Staat und die Familie Peugeot. China würde durch die Fusion erstmals Zugriff auf deutsche Automobiltechnik erhalten, analysiert die Online-Redaktion von n-tv. Dongfeng Motor ist der internationalste chinesische Autobauer und unterhält Joint Ventures mit Nissan, Honda, Kia, Volvo, PSA und Renault. Eine Traditionsmarke wie Opel wäre ideal geeignet, in China hergestellte Billigautos unter einem vertrauten Label an europäische Kunden zu verkaufen, heißt es bei n-tv. Opel könnte durch die Übernahme Zugang zum chinesischen Markt erhalten, den der alte Eigentümer und General Motors bisher verwehrt hatte.

Quelle: n-tv, Foto: Adam Opel AG

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China News

Wintersportbegeisterte Chinesen in der Schweiz

Wintersport

2022 finden in Peking und Umgebung die olympischen Winterspiele statt. Im vergangenen Jahrzehnt ist das Interesse am Wintersport in China stark gewachsen. Dies zeigt auch der Besuch des Staatsfernsehens CCTV bei der Ski-Weltmeisterschaft im Februar im Schweizer Wintersportort St. Moritz. Die Journalisten dokumentierten Veranstaltungen und Skirennen und führten Interviews mit dem chinesischen Ski-Nationalteam. Gleichzeitig berichteten sie über weitere Wintersportangebote in der Region St. Moritz - wie Bob fahren oder das Pferderennen „White Turf“ auf dem gefrorenen See. „Das Potenzial für den Skisport ist angesichts der chinesischen Bevölkerungszahlen riesig“, sagt Marco Rhyner, CEO der Schweizer Beratung Generis. „Heute gibt es in China rund 12,5 Millionen Skifahrer, das sind mehr als in der Schweiz und Österreich zusammen. Bis zu den olympischen Winterspielen sollen rund 300 Millionen Chinesen Wintersport betreiben.“ Parallel zu dieser Entwicklung ist auch die Zahl der Winterportdestinationen im Reich der Mitte gestiegen - von 80 im Jahr 2002 auf rund 600, ein weiterer Ausbau ist zu erwarten.

Quelle und Foto: Generis

China News

Schlafmasken für China aus dem 3D-Drucker

Schlafmasken

Atemstillstände im Schlaf – Schlafapnoe ist ein Tod auf Raten. Bei jedem Atemaussetzer sterben Gehirnzellen. Etwa fünf Prozent der Erwachsenen in Deutschland leidet darunter, oft wissen die Betroffenen nichts davon. Die IFA3D Medical Solutions GmbH hat ein innovatives Verfahren zur Fertigung individueller Schlafmasken entwickelt, die Luft mit leichtem Überdruck in die Atemwege leiten. In der Sino-German Metal Eco City in Jieyang will das junge Berliner Unternehmen nun eine Produktion mit 3D-Druckern für den chinesischen Markt aufbauen. „In Deutschland werden pro Jahr 2.500 individuell angepasste Masken benötigt, wir fertigen 400 davon. In China ist der Markt ungleich größer“, sagt Geschäftsführer Andreas Velten. „Ich denke, dass wir mit dem Faktor zehn skalieren können. Wir konzentrieren uns hierbei auf die Region Jieyang und Guangzhou.“ Die Metal Eco City ist ein innovativer Industriepark im Perlflussdelta, der deutsche Mittelständler beim Markteinstieg in China unterstützt.

Quelle und Foto: Zhongde Metal Group GmbH/IFA3D

China News

Starke Rücken in Beijing

Kieser

Die Schweizer Fitness-Kette Kieser Training eröffnet im Sommer das erste Studio in Beijing. Projektleiter wird der Dinslakener Fitness-Ökonom Sven Clasen. Neben dem Studio in der Hauptstadt sollen im Land in den kommenden drei bis fünf Jahren weitere 20 Studios entstehen, berichtet die Rheinische Post. Das Unternehmerpaar Werner und Gabriela Kieser hat die Firma gerade an den Geschäftsführer und den Verwaltungsrat verkauft. „Muskelpapst“ Werner Kieser bleibt dem Unternehmen aber als Mentor und Ideengeber erhalten, gerade auch für die Expansion nach China, heißt es in der Handelszeitung. Aktuell betreibt Kieser Training 138 Studios in der Schweiz, in Deutschland, Österreich, Luxemburg und Australien.

Quelle: RP, Handelszeitung, Foto: Kieser Training AG/Michael Ingenweyen 

50.000

Fußballschulen soll es bis 2025 in China geben, doppelt so viele wie ursprünglich geplant.

Quelle: Spiegel Online

China News

Gute Chancen für europäische Unternehmen

AHK

Sämtliche wirtschaftspolitischen Entscheidungen in China werden in diesem Jahr vom 19. Parteitag der Kommunistischen Partei bestimmt sein, an dem im Herbst die Parteiführung neu bestellt wird. Deshalb wird Stabilität bei gleichzeitiger Forcierung des Wirtschaftswachstums oberstes Ziel sein, prognostizierte die Geschäftsführerin der Deutschen Handelskammer in Peking Alexandra Voss (Foto rechts) bei einer Veranstaltung in Wien. Gemeinsam mit Xiaoxi Liu (Foto links) von Unicredit Austria gab sie bei der deutschen Handelskammer in Österreich einen positiven Ausblick auf das Jahr des Feuerhahns. Nach dem schwierigen vergangenen Jahr sei die Mehrheit der deutschen Unternehmen für 2017 wieder optimistisch. 89 Prozent hätten keine Absicht, sich aus China zurückzuziehen. Nach wie vor gebe es in China für europäische Unternehmen gute Chancen, vor allem bei Dienstleistungen sowie Gütern für den Binnenkonsum, etwa Küchen, Mode und konsumnahe Produkte. Produkte und Dienstleistungen rund um Energie- und Ressourcen-Effizienz seien gefragt. Deutschland schlage sich bisher sehr gut: China sei inzwischen der wichtigste Handelspartner, noch vor Frankreich und den USA.

Quelle und Fotos: AHK

China News

Kunstsammler auf Tour durch deutsche Museen

Kunst

China ist zum bedeutenden Kunststandort avanciert: Viele der Top-100-Künstler sind Chinesen, mittlerweile es gibt rund 3.400 Museen im Land, es fehlt jedoch an ausgebildeten kunsthistorischen Fachkräften. „Chinesische Kunstsammler betrachten den deutschen Kunstmarkt als hervorragendes Orientierungsbeispiel für den Aufbau eigener Sammlungen und Museen“, berichtet Leoni Spiekermann (Foto links), Geschäftsführerin der Düsseldorfer Beratung Artgate Consulting, die sich auf Vermittlungsprogramme zwischen der chinesischen und deutschen Kunstszene spezialisiert hat und Fortbildungen für chinesische Sammler anbietet. „Sie schätzen die Objektivität der deutschen Museumskuratoren und deren Unbestechlichkeit, die zu einer wahrhaften, qualitativen Selektion ausgestellter Künstler an staatlichen Museen führt.“ Gerade die Liebe der deutschen Museumsmacher zum Detail, die bei einer feinen Rahmung anfängt und bei einer gut durchdachten Museumsarchitektur aufhört, beeindrucke die chinesischen Gäste. Überrascht habe die Chinesen auch, mit welcher Ernsthaftigkeit die Aussagekraft bildender Kunst in Deutschland als gesellschaftlicher Mehrwert betrachtet werde, so Spiekermann. „Chinas Kunstmarkt ist erst in den vergangenen 15 Jahren zur vollen Blüte gereift, hier gibt es im Vergleich zur westlichen Welt noch großen Aufholbedarf.“ Neben den Beratungsleistungen hat sich Artgate auf den Im- und Export von Kunstwerken aus und nach China spezialisiert: „Die chinesische Kunstlandschaft entwickelt sich rasant, hier gibt es ein großes wirtschaftliches Potential.“

Foto: Artgate

China News

Ebay versucht's noch einmal

Ebay

Ebay will wieder auf den chinesischen Markt und kooperiert im Rahmen eines E-Commerce-Leuchtturmprojekts mit der Hafenstadt Ningbo. Die Stadt ist eine der zwölf neuen Cross-Border E-Commerce-Pilotzonen, in denen Online-Händler Steuerermäßigungen sowie schnelleren Zugang zum Zoll erhalten und ihre Produkte zwischenlagern können. Vor einem Jahrzehnt hatte sich Ebay aus dem Reich der Mitte zurückgezogen. Hauptgrund war die starke lokale Konkurrenz, vor allem von Taobao. Seitdem haben sich der chinesische E-Commerce-Markt und das Unternehmen Ebay gewandelt. Die  Vereinbarung mit Ningbo könnte Ebay dabei helfen, endlich im chinesischen Markt Fuß zu fassen – ein richtiger Schritt zur richtigen Zeit, meint das Online-Magazin t3n. Denn Chinas E-Commerce-Markt ist attraktiv: 86 Milliarden US-Dollar gaben Chinesen 2016 bei ausländischen Händlern aus, Tendenz steigend. Chinesen kaufen vor allem Luxusware sowie Verbrauchsgüter wie Babyartikel und Kosmetika aus dem Ausland. Auch westliche Kunden sind an günstigen Waren aus China und an den zunehmend attraktiven chinesischen Marken interessiert.

Quellen: t3n, Bloomberg, Foto: Siyuwj/CC BY-SA 3.0

„Präsident Xi hat eine wichtige Rede über den Freihandel in Davos gehalten. Jetzt erwarten wir, dass China den Worten Taten folgen lässt.“

Michael Clauss, deutscher Botschafter in Beijing
Quelle: SCMP

Inside mdb

Das rote Fahrrad auf Instagram

Fahrrad

Unser Fahrrad ist stets mit dabei. Wir bleiben fit, damit wir Sie fit für China machen können. Und weil das Medienbüro Düsseldorf | Beijing in Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt zu Hause ist, lohnt es sich für alle Düsseldorfer Ausschau zu halten. Wer unser Fahrrad findet und ein Foto unter unserem Hashtag #dasrotefahrrad bei Instagram postet, kann tolle Preise gewinnen. Infos auf Instagram (@dasrotefahrrad), Twitter (@mdb_consult) und Facebook (@mdbChina).

Inside mdb

China Business Kalender

Kalender

Aus Deutschlands China-Kalender wird der China Business Kalender. Denn der Kalender liefert alle relevanten Termine für die deutschsprachige China-Community sowohl in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz. Ab sofort bieten wir eine Suchfunktion und eine übersichtliche Wochenansicht. Ist Ihr Termin noch nicht genannt? Melden Sie sich bei uns unter kalender@mdb-consult.com

Wissenswertes zum China Business Kalender

2.000

chinesische Riesenpandas gibt es. Damit sind sie nicht mehr vom Aussterben bedroht.

Quelle: WWF

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Ganbei im Reich der Mitte

Alkohol

China ist das Land mit dem größten Alkoholkonsum weltweit, analysiert eine Studie des EU SME Centre. Während chinesischer Baijiu-Schnaps immer noch sehr populär ist, erfreuen sich Bier, Wein und Spirituosen aus Europa immer größerer Beliebtheit. Die EU spielt bei der alkoholischen Versorgung Chinas eine entscheidende Rolle: 13 der Top 20 Bier-Importeure im Reich der Mitte und zehn der 20 führenden Spirituosen-Importeure stammen aus EU-Ländern. Die Studie zeigt, was die chinesischen Konsumenten trinken, wo sie es kaufen und zu sich nehmen. Außerdem gibt sie Aufschluss über die verkaufsstärksten Marken und über den zu bestreitenden Weg für Unternehmen, die Alkohol nach China exportieren möchten, inklusive Informationen über Einstiegsstrategien und Vertriebswege.

EU SME Centre: The Alcoholic Drinks Market in China: Market Analysis, Retail Channels and Entry Strategy. 80 Euro.

Foto: Heath/Flickr

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Industriepolitik vor Marktwirtschaft

China2025

Die industriepolitische Initiative „China Manufacturing 2025“ (CM2025) wurde 2015 von der chinesischen Regierung als Fahrplan zur Modernisierung der Wirtschaft verabschiedet. Wie sich dieser auf die europäische und chinesische Wirtschaft auswirkt, analysiert die Europäischem Handelskammer in einer aktuellen Studie. So sollen bestimmte Marktanteile in zehn Schlüsselbranchen erreicht werden. Die Studie konzentriert sich auf fünf dieser Branchen, darunter Energiefahrzeuge, Industrieroboter und Halbleiter und skizziert die Konsequenzen staatlicher Interventionen. Dass „heimische Innovationen“ und Autarkie Ziele von CM2025 sind, sehen die Autoren mit Sorge: „Diese Begriffe deuten darauf hin, dass die chinesische Politik die Wettbewerbslandschaft weiter zugunsten inländischer Unternehmen verzerren wird. Die Europäische Kammer ist der Auffassung, dass alle Unternehmen unabhängig von ihrer Herkunft gleichberechtigt nach chinesischem Recht behandelt werden sollten.“

European Chamber: China Manufacturing 2025: Putting Industrial Policy Ahead of Market Force.

Foto: Europäische Handelskammer

„Düsseldorf ist in nur wenigen Jahren zum Dreh- und Angelpunkt des deutschen China-Geschäfts geworden.“

Andreas Schmitz, Geschäftsführer der HSBC Germany Holdings GmbH

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Investoren suchen Automation und Sensortechnik

Eine weitere Studie zu den chinesischen Übernahmen in Deutschland hat die kleine Beratung Gingko Tree vorgelegt. Fazit: Hinter Chinas Käufen steckt ein Plan – China 2025. Das vergangene Jahr war das Jahr der Rekordinvestitionen. Erstmals rangierte mit der ChemChina-Syngenta-Übernahme ein chinesischer Deal unter den Top 5 aller Firmenübernahmen. Doch schon im vierten Quartal brach der Boom ab. Gründe waren die politische Debatte in Deutschland sowie die verschärften Kapitalkontrollen in China. Dennoch werde es weiterhin gezielte Übernahmeversuche in für China strategisch wichtigen Branchen geben, heißt es. Gerade in Bereichen wie Automation oder Sensortechnik bleiben deutsche Firmen im Visier chinesischer Käufer.

Ginkgo Tree Advisors Focus: Chinese M&A Transactions in Germany 2016. 249 Euro.

Quelle: Die Welt

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Politthriller am Flughafen Hahn

Der Sinologe und Unternehmensberater Manuel Vermeer legt seinen zweiten China-Politthriller vor. „Das Jahr des Hahns“ handelt vom Verkauf des Hunsrücker Flughafens Hahn an chinesische Investoren. Dieser steht zurzeit ja tatsächlich und zum wiederholten Mal zur Diskussion. Im fiktiven Roman geht es bei diesem Verkauf nicht mit rechten Dingen zu:  Ein Mord in der Cargohalle und eine skandalöse Enthüllung schüren Misstrauen. „Das Jahr des Hahns“, eine clevere Anspielung zu aktuellem Anlass, ist ein spannender Chinathriller vor realem Hintergrund.

Manuel Vermeer: Das Jahr des Hahns. Books on Demand. 11,90 Euro.

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