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Astrid Oldekop

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23.10. Stuttgart: Lehrgang Ländermanager China
25.10. Düsseldorf: Chinesischer Management-Stil

Newsletter 06.2017

China News
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Sehr geehrte Damen und Herren,

Automesse in Shanghai, Sigmar Gabriel in Peking, Li Keqiang in Berlin – der deutsch-chinesische Besuchskalender ist prall gefüllt. Während andere Beziehungen sich verschieben, rücken Deutschland und China noch ein Stück näher. Vordergründig herrscht eitel Sonnenschein: Chinas Wachstum hat sich überraschend stabilisiert. Das Land ist drei Jahre in Folge größter Investor in Deutschland und schafft hierzulande Arbeitsplätze. Die drohende E-Mobil-Quote für Autobauer in China scheint zunächst vom Tisch. Deutsche politische Stiftungen dürfen vor Ort weiter arbeiten. Doch neue Probleme stehen an: Das gute Wachstum wird von besorgniserregendem Schuldenaufbau begleitet. Und noch wissen deutsche Unternehmen nicht, wie das neue Internetgesetz ihr Geschäft verändern wird. Dieses zwingt sie, sensible Daten in China zu speichern. Der Werkzeugmaschinenbauer Trumpf bezeichnet es als größte Herausforderung für das China-Geschäft. Gibt es weitere Drohanrufe, kommen Ausnahmeregelungen oder eine Übergangsfrist? Es bleibt spannend.

Eine kurzweilige Lektüre wünscht

Ihre Astrid Oldekop



AO

Astrid Oldekop
Chefredakteurin
China Business Forum
cbf@mdb-consult.com

China News

FC Bayern und Tsinghua Universität werden Partner

Bayern

Der FC Bayern München wird strategischer Partner der renommierten Tsinghua Universität. 2016 hat die Tsinghua Universität eine Fakultät für Sportmanagement gegründet. Der FC Bayern unterstützt den Ausbau des in China einzigartigen Studienganges. Die Partnerschaft ist die zweite Kooperation des Fußballklubs mit einer Elite-Hochschule in China. Im Dezember 2016 wurde an der Tongji-Universität Shanghai erstmals das „FC-Bayern-München-Stipendium“ vergeben, meldet die Welt.
Laut einer im Februar veröffentlichten Studie ist die Bundesliga in China die populärste ausländische Liga. Die Offensive der Bundesligisten läuft immer hochtouriger, schreibt die Süddeutsche Zeitung und zitiert die dpa: Der FC Bayern spielt im Juli in Shanghai, Shenzhen und Singapur. Der 1. FC Köln reiste gleich nach dem Bundesliga-Finale nach China und kooperiert mit dem FC Liaoning. Schalke 04 bereitet sich zum zweiten Mal in China auf die neue Spielzeit vor. Der VfL Wolfsburg hat im März eine Repräsentanz in Peking eröffnet. „Irgendwann wird ein chinesischer Spieler beim FC Bayern spielen. Und wenn dieser Chinese bei uns spielt, wird er eine irre Nachfrage erzielen“, erklärte Bayern-Präsident Hoeneß seine Strategie, schreibt die SZ: „Wenn wir am Samstag dann wahrscheinlich um zwei Uhr spielen, damit in Shanghai oder Peking in Primetime live übertragen werden kann, drücken 300 Millionen Chinesen auf ihr iPhone und zahlen je einen Euro. Dann können sie sich etwa vorstellen, wo es hingeht.“
Zugleich meldet der kicker, die Fußball-Bundesliga werde einen Vertrag mit dem chinesischen Unternehmen Suning abschließen durch den sie 250 Millionen Euro erhalten soll. Suning wird damit strategischer Partner und Medienpartner der DFL für den chinesischen Markt.

Quellen: FC Bayern, Welt, SZ, kicker, Foto: FC Bayern München

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Duisburgs direkter Draht nach China

Duisburg

Duisburg ist der Ort, an dem am 19. Oktober das Business and Investors Forum China 2017 stattfindet. Die Konferenz bringt Konzern- und Startup-Manager aus China und Deutschland zusammen. Seit dem Start des von NRW.Invest jährlich veranstalteten Forums im Jahr 2011 ist die Zahl der chinesischen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen auf über 1.000 angewachsen. Jedes dritte der 281 im vergangenen Jahr deutschlandweit angesiedelten chinesischen Unternehmen wählte Nordrhein-Westfalen. Dort wollen diese Greenfield-Investitionen aus China 640 neue Arbeitsplätze schaffen.
In Duisburg, dem Schauplatz des Forums, hat die deutsch-chinesische Business-Community seit dem Besuch von Chinas Staatspräsident Xi Jinping vor drei Jahren an Fahrt aufgenommen. Wöchentlich fahren 24 „Yuxinou“-Güterzüge als Teil der neuen Seidenstraße zwischen der Stadt mit Deutschlands größtem Binnenhafen und der Metropole Chongqing. Im Herbst hat Duisport eine Kooperationsvereinbarung mit dem Logistikarm der Staatsholding China Merchant Group abgeschlossen, die die Reichweite der Duisburg-Züge bis nach Südchina verlängert und die Beteiligung der Hafengesellschaft beim Ausbau der Verteilerknotenpunkte entlang der Routen vorsieht, berichtet die NZZ. Im vergangenen Jahr erzielte der Duisburger Hafen ein Rekordergebnis, der Gewinn vor Steuern stieg um zwölf Prozent auf 19 Millionen Euro, auch der Gesamtgüterumschlag nahm um drei Prozent zu. Der direkte Draht des Hafens nach China ist zum wichtigen Wirtschaftsfaktor für die finanziell angeschlagene Stadt geworden, in der die Arbeitslosigkeit bei 13 Prozent liegt.

Business and Investors Forum China 2017

Quellen: NRW.Invest, GTAI, NZZ, WDR, Foto: Chongqing

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Chinesische Hacker knacken Smart-Home-Geräte

Hacker

Smart-Home-Geräte wie internetfähige Türschlösser, Kühlschränke und Waschmaschinen werden weltweit eingesetzt. Doch viele Systeme sind von den Herstellern nur ungenügend gesichert und deshalb für Hacker leicht zugänglich.
„Sicherheit des smarten Lebens“ war das Motto der Hacker-Konferenz GeekPwn in Hongkong, die jüngst von der chinesischen IT-Sicherheitsgruppe Keen veranstaltet wurde. Bei einem Wettbewerb hackten dort hundert Hacker und Internettechniker smarte Geräte wie Mieträder, Segways, elektronische Türschlösser und Kinder Smartwatches.
Die Hacker nutzten Lücken im Kommunikationsprotokoll aus, um Passwörter zu knacken. Sie öffneten Türen ohne physikalischen Kontakt, änderten Kontaktnummern auf den Smartwatches von Kindern oder fälschten Kinder-Uhren und unterhielten sich so online mit den Eltern.
Laut einer Studie der Tsinghua Universität werden schon im kommenden Jahr in 2,1 Millionen privaten chinesischen Haushalten Smart-Home-Geräte eingesetzt. China ist damit ein großer potenzieller Markt für die Smart-Home-Industrie. In Deutschland wird es in drei Jahren mindestens 23 Millionen Smart-Home-Geräte geben, schätzen Experten. Das deutsche Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik hat im Mai angekündigt, ein Gütesiegel zu entwickeln. Künftig sollen sich Hersteller verpflichten, die Sicherheit ihrer Produkte zu garantieren.

Quellen: Nanfang Metropolis Daily, Kölnische Rundschau, Sohu.com, Foto: Fotonet

China News

E-Mobilität: Automarkt im Umbruch

Autos

Der größte Automarkt der Welt befindet sich im Umbruch. Der Einfluss chinesischer Hersteller wird stark wachsen, vor allem in der E-Mobilität und bei der Intelligenten Vernetzung, analysiert Merics. Dennoch sehen die deutschen Zulieferer gerade in der E-Mobilität Marktchancen: „Für uns ist klar, dass der chinesische Automobilmarkt eine wichtige Rolle in der Verbreitung der Elektromobilität auch über die eigenen Landesgrenzen hinaus haben wird“, sagte Horst Binnig, Vorstandschef der Rheinmetall Automotive gegenüber der Online-Seite Automobilindustrie. Der Gemeinschaftsstand von 20 deutschen Zulieferern bei der Auto Shanghai 2017 sei ein kraftvolles Signal und zeige den klaren Wunsch der Zulieferer ihr Engagement in China auszubauen, sagte VDA-Geschäftsführer Klaus Bräunig.  
Bis 2025 sollen Chinas Autobauer nach den Plänen der Regierung 35 Millionen Autos pro Jahr verkaufen, jedes fünfte soll mit regenerativen Energien betrieben werden. Zurzeit liegt deren Anteil noch unter zwei Prozent, doch der Markt wächst rasant: 2016 wurden in China 507.000 Elektro- und Plug-in-Hybridautos neu zugelassen, 53 Prozent mehr als im Vorjahr. In diesem Jahr könnten es bis zu 800.000 sein, schätzt die Automobilwoche. 97 Prozent der Neuzulassungen von E-Mobilen entfallen auf chinesische Hersteller. Auch beim Thema intelligente Vernetzung - autonomes Fahren, Vernetzung von Auto mit Internet oder Satellitennavigation - preschen die chinesische Regierung und Hersteller laut Merics voran. Bis 2020 soll die Hälfte aller IT-Produkte für Autos auf dem chinesischen Markt aus der Hand chinesischer Hersteller kommen. 
Laut Merics versucht Chinas Regierung, die E-Mobilität zu fördern, damit inländische Hersteller ein wirksames Instrument gegen den Smog entwickeln, zugleich aber auch Marktanteile von der internationalen Konkurrenz zurückerobern. Hierzu gewährt Beijing Subventionen für den Kauf chinesischer Autos, setzt chinesische Standards durch und setzt auf eine E-Auto-Quote, die Hersteller vor große Herausforderungen stellt. Diese scheint nun, auf eindringlichen Rat der deutschen Regierung, um ein Jahr auf 2019 verschoben worden zu sein, meldet das Handelsblatt.

Quellen: Merics, AutomobilindustrieAuto-Motor-Sport, AW, HB, ANE, Grafik: mdb/Merics

„Der überwiegende Teil des chinesischen Einzelhandels wird online abgewickelt, zumeist übers Handy. Das sind Geschäftsmodelle, über die wir in Europa noch gar nicht nachdenken. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht abgehängt werden.“

Prof. Markus Taube, Universität Duisburg-Essen

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Bausparkasse expandiert in China

Bausparer

Deutschlands größte Bausparkasse Schwäbisch Hall will in China expandieren. Bis 2018 sollen Bausparverträge in vier statt bisher zwei Regionen angeboten werden, meldet Onvista. Doch noch stehen die Genehmigungen der Behörden dafür aus. Seit 2004 ist Schwäbisch Hall in China präsent. An dem Joint Venture SinoGerman Bausparkasse mit seinen 1.100 Mitarbeitern hält das Institut laut Onvista etwa ein Viertel der Anteile. Die China Construction Bank ist das Partnerunternehmen. Tätig ist die Bausparkasse bisher in Tianjin und Chongqing, nun sollen Dalian und Jinan hinzukommen. Der Ausbau des Geschäfts in Fernost sei längst überfällig, meldet der Focus und zitiert Schwäbisch Hall-Vorstandschef Reinhard Klein: „Wir wollen da schon ganz lange in die nächste Region gehen.“

Quellen: Onvista, Focus, Foto: Montrasio/Flickr

China News

Deutsche Zulieferer entwickeln in Dalian und Shanghai

ZF

Thyssenkrupp hat ein Entwicklungszentrum für Motorenkomponenten in Dalian eröffnet, meldet die Online-Seite Automobil-Industrie. Der Zulieferer investierte über zehn Millionen Euro in den 2.000 Quadratmeter großen Komplex auf dem Gelände der bestehenden Produktion. Insgesamt investierte Thyssenkrupp in den letzten drei Jahren über 300 Millionen Euro in die Erweiterung des Produktionsnetzes für das Komponentengeschäft in China. Dort beschäftigt der Zulieferer mehr als 5.100 Mitarbeiter.
Auch ZF will in China nach Angaben des Südkuriers weiter wachsen. Zur Messe Auto Shanghai 2017 eröffnete der Zulieferer ein neues Entwicklungszentrum in Shanghai. Dieses hat ZF schrittweise auf eine Gesamtgröße von 54.000 Quadratmetern ausgebaut (Foto). Bis 2022 sollen nach Unternehmensangaben 600 zusätzlich eingestellte Ingenieure die aktuelle Belegschaft von 400 Entwicklern verstärken. In die gesamte Erweiterung investiert ZF insgesamt 50 Millionen Euro. „Die Investition in das neue Entwicklungszentrum verdeutlicht unsere Lokalisierungsstrategie“, sagte ZF-Vorstand Peter Lake dem Südkurier. „Wir wollen viele Produkte auf den Zielmarkt maßschneidern, aber auch Impulse aus China schneller aufgreifen.“

Quellen: Automobil Industrie, Evertiq, Südkurier, Foto: ZF

40 Millionen

Einweg-Boxen werden in China täglich für Essen-Lieferungen gebraucht. Sie verursachen ein neues Umweltproblem.

Quelle: First Financial Daily

China News

Taxis wieder per Handy auf Englisch bestellen

Didi

Das chinesische Uber-Pendant Didi Chuxing führt wieder eine zweisprachige App für seinen Fahrservice ein und akzeptiert zukünftig auch internationale Kreditkarten für die Zahlung, meldet die Financial Times. Dies macht es für Ausländer einfacher, die App in China zu nutzen. Das Unternehmen teilte mit, dass die Internationalisierung des Services ein wichtiger Teil von Didis globaler Strategie sei. Nach eigenen Angaben hat Didi 400 Millionen Nutzer und 20 Millionen Fahrten pro Tag. 

Quelle: Financial Times, Foto: iphonedigital/VisualHunt

China News

Arbeitsgenehmigung in Shanghai nur noch online

Arbeitsgenehmigungen für ausländische Arbeitnehmer in Shanghai können nur noch online und nicht mehr am Schalter einer Behörde beantragt werden, meldet die Shanghai Administration of Foreign Experts Affairs. Die neue Regelung gilt für alle ausländischen Arbeitnehmer, die über eine Expertenlizenz (foreign expert license) oder eine Arbeitslizenz (employment license) verfügen. Künftig gibt es nur noch eine Arbeitsgenehmigung für beide Gruppen. Das Pilotprojekt zur Vereinfachung startete im Oktober 2016 in Shanghai und weiteren ausgewählten Orten: Peking, Tianjin, Hebei, Anhui, Shandong, Guangdong, Sichuan und Ningxia. Es halbiert die Bearbeitungszeit für Arbeitsgenehmigung von durchschnittlich zehn auf fünf Tage. Das Online-Anmeldeverfahren soll bald landesweit verwendet werden.

Quellen: WKO, Dezan Shira & Associates

„Unser Ziel ist es, Lebensfreude von Menschen in unsere politischen Beziehungen zu bringen.“

Außenminister Sigmar Gabriel über das neue deutsch-chinesische Dialogforum, das die Zusammenarbeit in Kultur, Bildung und Sport intensivieren soll.
Quelle: SZ

Inside mdb

Ein Jahr China Business Kalender

Kalender

Seit einem Jahr informiert der China Business Kalender des Medienbüros Düsseldorf | Beijing Wirtschaftstreibende mit China-Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz über aktuelle China-Termine, Konferenzen und Veranstaltungen. Seit dem Launch im April 2016 ist der China Business Kalender in Umfang und Funktion stark gewachsen. Heute besitzt er eine Suchfunktion und bietet eine übersichtliche Wochenansicht sowie die Möglichkeit, einzelne Events in den eigenen Kalender herunterzuladen. Sollte Ihr Termin noch nicht aufgenommen sein, kontaktieren Sie uns bitte unter kalender@mdb-consult.com.
www.china-kalender.com

Foto: Pixabay

Inside mdb

Strukturwandel im Nordosten

Nordost

Kohleregion, Schwerindustrie, Staatskonzerne – Chinas Nordosten wird häufig negativ wahrgenommen. In einem Vortrag auf dem Düsseldorfer Campus der WHU relativierte der deutsche Generalkonsul in Shenyang, Peter Kreutzberger, diese Vorurteile und sprach vom andauernden, ergebnisoffenen Strukturwandel der Region. „Dieser wird für die Wirtschaftsentwicklung von ganz China entscheidend sein“, so Kreutzberger. Der Vortrag fand auf Einladung der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft Düsseldorf (GDCF) statt und war zugleich Auftaktveranstaltung zur Gründung des Arbeitskreises Wirtschaft der GDCF, der von Astrid Oldekop geleitet wird. Schwerpunkte des Arbeitskreises sind Unternehmensbesuche, Expertenvorträge und Nachwuchsförderung.

Foto: Martina Henschel

Inside mdb

Kräuter, Akupunktur und Pulsdiagnose

TCM

Mit acht Jahren begann seine Ausbildung mit dem Auswendiglernen von Gedichten zur Kräuterkunde. Da es in seiner Kindheit nur wenige Krankenhäuser gab, kamen die Patienten direkt zu seinem Großvater nach Hause, durch die Wohnung zog schwerer Kräuterrauch. Li Shusen (Foto 2. von rechts) ist Arzt für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in der fünften Generation und Autor eines Medizinklassikers über Pulsdiagnose. Der Großteil seiner 200 engen Schüler lebt im Ausland. Im Juni tagten Li Shusen und 120 chinesische TCM-Ärzte und Heilpraktiker in Düsseldorf. Astrid Oldekop moderierte den Teil der Tagung, der  für das deutsche Publikum geöffnet war.

Foto: Ding Jiayi

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Alltagsfotografie im neuen China

Siao

Fotografin, Zeitzeugin, Old-China-Hand – die deutsche Jüdin Eva Siao wurde 1911 in Breslau geboren, kam 1940 nach Yan’an und starb 2001 in Peking. Sie verbrachte den größten Teil ihres Lebens in China und bewahrte – trotz siebenjähriger Einzelhaft während der Kulturrevolution - ihre Liebe zu dem Land. Ihr fotografisches Werk bietet einzigartige Einblicke in den chinesischen Alltag der fünfziger Jahre (Foto). Astrid Oldekop lernte Eva Siao Anfang der 1990er Jahre in Peking kennen und führte intensive Gespräche mit ihr. In ihrem Vortrag „Meine Freundin Eva Siao“ berichtete sie davon auf Einladung von Soroptimist International im Düsseldorfer Industrieclub.

Foto: Eva Siao

9,9%

der Deutschen Bank gehören der chinesischen HNA-Gruppe. Damit ist sie der größte Einzelaktionär.

Quelle: FAZ

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Ein Tag ohne Bargeld in Hangzhou

Hangzhou

Ein Australier und ein Amerikaner verbringen einen Tag ohne Bargeld in Hangzhou. Nur mit einen Smartphone ausgestattet kaufen sie an kleinen Marktständen Obst, Gemüse und Snacks, besuchen Sehenswürdigkeiten, fahren Bus und lassen sich massieren. Überall bezahlen sie mit der Bezahl-Apps ihres Handys. Ihr Video zu diesem Experiment, das sie auf die chinesische Twitter-Variante Weibo stellen, verbreitet sich schnell.
Einen beliebten Online-Zahl-Dienst bietet WeChat von Tencent. WeChat hat 580 Millionen aktive Nutzer, die darüber chatten und bezahlen. Besonders beliebt ist die Möglichkeit, Geld online über WeChat zu verschenken. Der so genannte „Hongbao“ hat eine lange Tradition in China: An Festtagen wie Hochzeiten, Geburtstagen und zum Frühlingsfest werden rote, mit Geld gefüllte Umschläge verschenkt. Tencent hat diese Tradition in den Cyberspace überführt. Freunde können sich nun digitale Hongbaos schenken. Dies geschieht nicht mehr ausschließlich an Feiertagen. Ein beliebtes Spiel ist es, eine Summe zu definieren und sie an eine, meist kleine Gruppe zu verschenken. WeChat teilt das Geld in zufällige Mengen auf. Mit dem erhaltenen Hongbao können die Beschenkten direkt online einkaufen. Einige Geschäfte sind daher dazu übergegangen, digitale Gutscheine über Hongbao zu verschenken.
Wechat wurde 2011 als Chat-Dienst ins Leben gerufen. 2014 kam der Online-Bezahl-Dienst hinzu. Nun ist WeChat ein Must-have auf den Smartphones der Chinesen. Mit dieser App ist das Leben ohne Bargeld nicht nur in Hangzhou, sondern auch in vielen anderen chinesischen Städten vorstellbar.

Zum Video

Quellen: CNNICWeibo, Foto: mdb/Clancy

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Chinatown in Düsseldorf

Chinatown

Mit 500 chinesischen Unternehmen, darunter etliche Europazentralen, einem Generalkonsulat und 5.000 chinesischen Einwohnern ist Düsseldorf ein wichtiger chinesischer Wirtschaftsstandort in Deutschland. Die Vielfalt des chinesischen Lebens in der Landeshauptstadt zeigt ein Schwerpunktheft des Stadtteilmagazins D-Mitte. Es gibt Infos über die chinesische Küche der Stadt, die vier chinesischen Samstagsschulen (Foto), das Konfuzius-Institut, Kampfkunst-Schulen, chinesische Ärzte, besondere Festtage sowie die chinesische Community.

D-Mitte: Spezial - Chinesische Kultur im Viertel, Ausgabe 2 04/2017

Foto: Bernd Obermann

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Digitalisierung: Chinesen verlernen das Schreiben

Schreiben

Viele Chinesen sind offenbar nicht mehr in der Lage, komplizierte Schriftzeichen korrekt zu schreiben. Ob Rechtschreibung, Grammatik oder Rechenaufgabe - das digitale Zeitalter bringt Erleichterung für den Alltag. Gerade in der komplexen Welt der chinesischen Zeichen, sind die technischen Begleiter kaum mehr wegzudenken. So genügen ein paar Buchstaben, und das Gerät vervollständigt die Lautschrift Pinyinund schlägt die entsprechenden Schriftzeichen vor. Kein lästiges Auswendiglernen, die digitale Eingabe beschleunigt das Schreiben von Sätzen enorm. Das geht allerding auf Kosten der handschriftlichen Fähigkeiten in China. Studien zeigen, dass digitale Hilfen das Lernen behindern können, was in China zu Problemen führt. Ähnlich des amerikanischen Rechtschreibwettbewerbs National Spelling Bee, bei dem Schüler gegeneinander beim Buchstabieren schwieriger Wörter antreten, strahlt das chinesische Fernsehen das Große Diktier-Quiz aus, bei dem Chinesen auf ihre Fähigkeit handschriftlich Zeichen zu schreiben, getestet werden. Dort bestätigt sich die zunehmende Unsicherheit. 70 Prozent der Erwachsenen im Publikum waren nicht in der Lage, die komplizierten Schriftzeichen für das Wort „Kröte“ (癞蛤蟆) richtig zu schreiben. Nun hat der Expat Jayme Lawman ein Video mit einem ähnlichen Test auf den Straßen Shanghais gedreht. Darin wird klar, dass es für viele Chinesen längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist, richtig mit der Hand zu schreiben.

Zum Video

Quellen: Goethe Institut, FR, The Shanghaiist, Foto: Fotonet

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Social Media-Marketing für den Mittelstand

Blog

Von WeChat bis Baidu, von Lebensmittel-Lieferdienst über Beauty-Apps bis hin zum Bike-Sharing – in seinem Blog erklärt der Social-Media-Experte Stefan Mayer wie Online-Dienste den Alltag in China verändern. Zugleich zeigt er, wie deutsche Unternehmen WeChat, Weibo und Baidu für ihr Online-Marketing in China einsetzen können. Darüber hinaus bietet das von Mayer gegründete Unternehmen Sinophilia Consulting Social-Media-Trainings für Mittelständler in China an. Themen sind Corporate Blogging, WeChat- und Weibo-Accounts sowie Baidu-Dienstleistungen.

Stefan Mayer: Socialmedia-blog

Foto: mdb/Social Media Blog

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